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Die Lehrer sollen Hausaufgaben vor dem Gong stellen

Posted on 25. Juli 201422. August 2014 by Alexander Roentgen

Für diejenigen Leser, die den Beitrag von vorgestern (noch) nicht gelesen haben, hier eine pointierte Kurzfassung:

Die Lehrer sollen Hausaufgaben vor dem Gong stellen; die Lehrer sollen Hausaufgaben klar formulieren; die Lehrer sollen Hausaufgaben kontrollieren und bewerten; die Lehrer sollen Hausaufgaben ins Klassenbuch eintragen: Diese Ratschläge stammen aus dem Hausaufgabenkonzept des Tannenbusch-Gymnasiums Bonn. Es ist auf den Internetseiten des Schulministeriums verfügbar.[1] Hausaufgabenkonzepte gehören zum Versuch des Ministeriums, G8 zu “optimieren”. Die Selbstverständlichkeiten aus Tannenbusch bezeichnet es als “gelungenes Beispiel eigener Praxis”[2]. Nein, sie sind ein gelungenes Beispiel für Innovationstamtam. Wenn so die äußerst intelligenten Antworten auf die von G8 verursachten Probleme aussehen: Gute Nacht, G8!
Übrigens: Die Schüler sollen lernen, nicht erbrachte Hausaufgaben nachzuholen, und die Eltern sollen Hausaufgaben als festen Bestandteil des Familienlebens ansehen.


  • [1] http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/upload/HA/docs/HA_Vereinbarungen_Tannenbusch.pdf
  • [2] http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/g8/angebot-home/hausaufgaben.html”
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Category: Uncategorized

Paul Lockhart:

"Es gibt sicherlich keinen verlässlicheren Weg, Begeisterung und Interesse an einem Fach zu töten, als es zum Pflichtteil eines schulischen Curriculums zu machen. Es als Hauptbestandteil in standardisierte Prüfungen einzufügen, garantiert, dass das Schulsystem das Leben aus diesem Fach heraussaugt."

(aus "A Mathematician's Lament" von Paul Lockhart)

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Peter Fürstenau:

"Wo Kinder sich einer völlig vorgegebenen — noch dazu widersprüchlichen — Ordnung im wesentlichen nur einzufügen haben, entstehen als einzig möglicher Ausdruck ihres Freiheits- und Selbständigkeitsstrebens und ihrer Initiative „Disziplinschwierigkeiten“. Das ist aber bei Erwachsenen unter solchen Bedingungen nicht anders."

(aus: "Zur Psychoanalyse der Schule als Institution" von Peter Fürstenau)

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