KI in der Schule: Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt

Zum Antrag “Von der Kreide zur KI – ein Aktionsplan für alle nordrhein-westfälischen Schulen” der FDP-Fraktion fand am 4. Februar 2026 eine Anhörung des Ausschusses für Schule und Bildung im Landtag Nordrhein-Westfalen statt. Auf die schriftlichen Stellungnahmen hatte ich neulich hingewiesen (hier). Von der Anhörung gibt es eine Videoaufzeichnung. Ich habe sie teilweise angeschaut. Ein paar Äußerungen der angehörten Sachverständigen verdienen es, besonders erwähnt zu werden. Hier ein Beispiel (weitere folgen bei Gelegenheit):

Olaf Schiemann und Marc Oliver Hohnen vertraten bei der Anhörung den Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs in NRW (vlbs). Hohnen sagte unter anderem (Zeitpunkt 1:24:34):

Für mich ist der Schlüssel, dass KI wirklich eingesetzt wird und dass man vielleicht auch die Lehrkräfte ein Stück weit dazu zwingt. Wirklich diese Prüfungskultur. Also wenn gesagt wird, es wird in diesen Prüfungen verlangt, dass hier ein Einsatz erfolgen soll, dann muss jede Lehrkraft, die ja vom Herzen dabei ist, die Lernenden wirklich auf die Prüfung gut vorzubereiten, werden sich wahrscheinlich alle da dranbegeben und sagen: So, ich muss das jetzt einsetzen. Das, würde ich sagen, ist tatsächlich der zentrale Schlüssel, um da alle hinzubekommen.

Ja, so kann man mit Sicherheit Lehrer, die gegenüber KI skeptisch sind, auf Linie bringen (und womöglich demotivieren). Oder um es mit Goethe zu sagen: Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.

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